Wer Feminismus hört, denkt wohl eher nicht als erstes an Schwarz-blau. Schwarz-blau ist mehr das, woran ich denke, wenn ich “Kinder, Küche, Kirche” höre. Jetzt wo die Koalition immer näher rückt, wird es Zeit sich anzuschauen, wie hart die neue Regierung Frauen wirklich treffen wird.

Verhütung

Verhütungsmittel sind teuer. Viele Jugendliche und Frauen mit keinem oder geringen Einkommen können sich diese nicht leisten. Das soll sich in nächster Zeit auch nicht ändern – 2003 wurde sogar vorgeschlagen, die Steuer auf Verhütungsmittel zu erhöhen, um die Geburtenrate zu steigern.

Schwangerschaftsabbruch 

Der Schwangerschaftsabbruch ist in Österreich immer noch nicht entkriminalisiert, nur entschuldigt, wenn vor der 16. Woche nach der letzten Regelblutung abgetrieben wird. Die Kosten für Schwangerschaftsabbrüche werden wohl auch in Zukunft nicht übernommen werden. In der Regel kostet das 300-1000€ – eine Summe, die sich viele Frauen nicht leisten können. Auch wird ein verpflichtendes Beratungsgespräch vor einem Abbruch gefordert.

Gewalt gegen Frauen

“Frauenhäuser zerstören Ehen.” – “Wo bitte sind die Powerfrauen?”

Mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen.

Kinderbetreuung 

Kinder, Küche, Kirche. Die österreichische Vorzeigefrau hat drei Kinder und bleibt zuhause. Eine Ganztagsbetreuung ist nicht vorgesehen, somit ist es quasi unmöglich, Vollzeit arbeiten zu gehen.

Das Frauenbild 

Groß, schlank, blond, nackt. So haben etwa die “Freiheitlichen Arbeitnehmer Niederösterreichs” Frauen auf Werbesujets nackt mit einem Hammer in der Hand abgebildet, um sie “auf natürliche Weiße” darzustellen. Auch Sprüche wie “Oben ohne bis Bikini statt Fremde im Burkini“ oder “unsere Frauen sind kein Freiwild” verraten viel darüber, wie minderwertig und schutzlos Frauen wirklich dargestellt werden.

 

In all den oben genannten Beispielen war die FPÖ die Partei, die definitiv am sexistischsten aufgefallen ist. Hoffen wir mal, dass sich eine starke Opposition bildet, die das “Kinder, Küche, Kirche” Prinzip verhindert – ich kann nämlich weder kochen noch besuche ich die Kirche.

Spaß beiseite. Wir alle tragen täglich dazu bei, in einer Gesellschaft zu leben, in der wir alle gleichberechtigt sind. Es liegt an jeder und jedem einzelnen von uns, Sexismus zu überwinden und für eine komplette Gleichstellung von Mann und Frau zu sorgen. Egal was die neue Koalition bringt, wir können immer das Bestmögliche daraus machen.

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