Im Krieg stirbt als erstes die Wahrheit, sagt man. Und im Moment befinden sich die USA in einem Propagandakrieg gegen Julian Assange. Nun werden gezielt Gerüchte gestreut, Assange habe während seines Aufenthalts in der ecuadoranischen Botschaft schlechtes Benehmen und eigenartige Verhaltensweisen an den Tag gelegt, was auch gar nicht so verwunderlich wäre, wenn man sich vorstellt über Jahre hinweg in einem Haus fest zu sitzen. Allein, diese Berichte stimmen offenbar nicht, wie Die Presse berichtet:

Man könnte meinen, das Verhalten von Julian Assange in seinem Zufluchtsort der ecuadorianischen Botschaft in London hätte nichts mit den strafrechtlichen Vorwürfen zu tun. Doch es ist der Versuch, die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Der WikiLeaks-Gründer hat sich nach Angaben eines ehemaligen Diplomaten während seines Exils nicht – wie mehrfach behauptet – daneben benommen. Es stimme einfach nicht, dass Assange nicht reinlich gewesen sei, sich nicht um seine Katze gekümmert oder gar Exkremente an die Wände geschmiert habe, sagte der Ex-Konsul am Samstag.

Es ist das Eine, dass es gegen Assange Vergewaltigungsvorwürfe gibt oder, dass ihm nachgesagt wird, Quellen gefährdet zu haben, oder bei der Diskreditierung der demokratischen Präsidentschaftskandidatin mit Russland zusammen gearbeitet zu haben. Das alles muss man bei der Betrachtung einer Person der Zeitgeschichte in die Wertung mit einfließen lassen und soweit es sich um strafrechtlich relevante Vorwürfe handelt, in einem rechtsstaatlichen Verfahren aufarbeiten.

Das Andere ist, dass Assange als Whistleblower schwere Kriegsverbrechen der USA in Afghanistan und im Irak aufgedeckt hat, von denen die Weltöffentlichkeit sonst nie erfahren hätte. Die USA sind somit sicherlich nicht das Land, in dem er mit einem fairen Verfahren rechnen kann.

Dort droht ihm im schlimmsten Fall die Todesstrafe, eben weil Assange diese Dinge ans Licht gebracht hat. Das Interesse der USA ist es, mit ihrem langen Arm ein Exempel zu statuieren und all jenen, die auch darüber nachdenken über Verbrechen zu plaudern, unmissverständlich die Konsequenzen zu verdeutlichen.

Noam Chomsky hat sehr deutlich ausgesprochen, um was es in dem Fall wirklich geht.

Wir, die Piratenpartei, haben genau aus diesem Grund eine Petition für Assange gestartet – „Asyl für Assange in Österreich“.

Dabei geht es nicht allein um die Person, sondern vor allem auch darum, Whistleblower zu schützen. Deshalb bitten wir darum, diese Petition zu unterstützen und zu teilen.

(VinPei)

 

Bildquelle: Piratenpartei Deutschland

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